Digitale Transformation im Arbeitsschutz & BGM

Die Illustration zeigt die digitale Transformation von Arbeitsschutz & Betrieblichem Gesundheitsmanagement (BGM). Eine Fachkraft präsentiert einem Mitarbeiter digitale Lösungen auf einem Tablet, während im Hintergrund Symbole für Datenanalyse, Sicherheit, Cloud-Technologien und Gesundheitsmanagement zu sehen sind. Das Bild steht für Effizienz, Transparenz und die Verbindung von Technologie und Menschlichkeit in modernen Unternehmen.

Digitale Transformation im Arbeitsschutz & BGM

Die Illustration zeigt die digitale Transformation von Arbeitsschutz & Betrieblichem Gesundheitsmanagement (BGM). Eine Fachkraft präsentiert einem Mitarbeiter digitale Lösungen auf einem Tablet, während im Hintergrund Symbole für Datenanalyse, Sicherheit, Cloud-Technologien und Gesundheitsmanagement zu sehen sind. Das Bild steht für Effizienz, Transparenz und die Verbindung von Technologie und Menschlichkeit in modernen Unternehmen.

Die Digitalisierung hat nahezu alle Unternehmen erreicht – auch den Arbeitsschutz und das Betriebliche Gesundheitsmanagement (BGM). Digitale Lösungen ermöglichen uns heutzutage eine effizientere Organisation, eine bessere Datenbasis und vor allem mehr Transparenz. Doch die digitale Transformation im Arbeitsschutz & BGM ist kein Selbstläufer – sie erfordert klare Strategien, Akzeptanz der Mitarbeitenden und die richtige Kombination aus Technologie und Menschlichkeit. 

Wie also gelingt die digitale Transformation in diesen sensiblen Bereichen ohne, dass der Mensch dabei „hinter den Daten“ verschwindet?

Warum Digitalisierung unverzichtbar ist

Der Druck auf Unternehmen steigt durch sich ständig ändernde gesetzliche Anforderungen, Fachkräftemangel, steigende psychische Belastungen, flexible Arbeitsformen und den Wunsch nach ganzheitlicher Gesundheitsförderung. Digitale Lösungen bieten hier einen entscheidenden Vorteil – sie schaffen Struktur, Nachvollziehbarkeit und Effizienz.

Beispiele für digitale Anwendungen: 

  • Softwarebasierte Gefährdungsbeurteilungen: Risiken können zentral erfasst, bewertet, dokumentiert und nachverfolgt werden – mit automatisierten Erinnerungen für Prüfintervalle oder Maßnahmen. 
  • Digitale Unterweisungen & Schulungen: Mitarbeitende können zeit- und ortsunabhängig geschult werden – rechtssicher und mit integriertem Zertifikat.
  • Verknüpfte Gesundheitsdaten im BGM: Unternehmen erkennen frühzeitig Trends, wie z.B. steigende Fehlzeiten in bestimmten Abteilungen und können gezielt reagieren. 
  • Mobile Apps für Begehungen oder Unfallmeldungen: Sie ermöglichen eine schnelle sowie ortsunabhängige Erfassung und Auswertung. 

Laut der Initiative Gesundheit und Arbeit (iga) sehen über 70 % der Unternehmen in digitalen Tools einen klaren Mehrwert für ihr BGM [1].

Chancen und Stolpersteinen – Digitalisierung ganzheitlich betrachten

Die genannten Beispiele zeigen: Die Digitalisierung im Arbeitsschutz und BGM eröffnet völlig neue Möglichkeiten.
Doch jede digitale Transformation bringt nicht nur Vorteile, sondern auch Herausforderungen mit sich.

Nachfolgend betrachten wir die wichtigsten Chancen und Stolpersteine der digitalen Transformation im Arbeitsschutz & BGM – von Effizienz- und Transparenzgewinnen bis hin zu Datenschutz, Mitarbeiterakzeptanz und Ressourcenfragen.

So wird deutlich, wie Unternehmen den Weg zu einem modernen Arbeitsschutz 4.0 und einem vernetzten, digitalen BGM erfolgreich gestalten können.

Chancen der digitalen Transformation im Arbeitsschutz & BGM

1. Effizienz & Transparenz:

Digitale Systeme verbinden zuvor getrennte Prozesse – von der Gefährdungsbeurteilung bis zur Gesundheitsförderung. Das bedeutet weniger Medienbrüche, schnellere Abläufe sowie transparente Verantwortlichkeiten. 

2. Datenbasierte Entscheidungen:

Durch die Zusammenführung von Daten aus Arbeitsschutz, HR und BGM lassen sich Trends erkennen, die früher verborgen blieben. Beispielsweise kann eine Kombination aus Unfallmeldungen, BEM-Daten und psychischer Gefährdungsbeurteilung wertvolle Hinweise auf strukturelle Belastungen geben. Laut der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) ist die datenbasierte Prävention eines der zentralen Zukunftsfelder des modernen Arbeitsschutzes [2].

3. Flexibilität & Mitarbeiterorientierung:

Digitale Lösungen machen Prävention und Gesundheitsförderung für alle Mitarbeitenden zugänglich – auch im Homeoffice, Außendienst oder Schichtbetrieb.

Herausforderungen der digitalen Transformation

1. Datenschutz & -sicherheit:

Gesundheits- und Sicherheitsdaten gehören zu den sensibelsten Unternehmensdaten. Daher müssen klare Datenschutzkonzepte nach DSGVO sowie abgestufte Zugriffsrechte implementiert werden. Die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) empfiehlt, den Datenschutz bereits bei der Planung digitaler Systeme zu berücksichtigen.

2. Akzeptanz der Mitarbeitenden:

Digitalisierung funktioniert nur, wenn sie verstanden und mitgetragen wird. Führungskräfte spielen dabei eine Schlüsselrolle, da sie vermitteln müssen, dass digitale Tools Unterstützung bieten und keine Überwachung darstellen. 

3. Komplexität & Ressourcen:

Viele kleine und mittlere Unternehmen scheuen die Einführung, weil sie hohe Kosten und übermäßigen Aufwand befürchten. Hier helfen modulare Systeme, die schrittweise eingeführt werden können, sowie digitale Förderprogramme [3]. 

Erfolgsfaktoren für eine nachhaltige digitale Transformation

1. Klare Zieldefinition:

Digitalisierung darf kein Selbstzweck sein – Unternehmen sollten genau wissen, welche Probleme sie lösen möchten (z.B. Transparenz, Nachverfolgung, Entlastung). 

2. Mitarbeitende einbinden:

Die Beteiligung von Sicherheitsfachkräften, Betriebsärzten, Personalabteilung und Mitarbeitendenvertretung schafft Akzeptanz und Verständnis. 

3. Prozesse ganzheitlich denken:

Arbeitsschutz und Gesundheitsmanagement sollten nicht isoliert digitalisiert werden – sondern gemeinsamen auf einer Plattform. 

4. Schulung & Change Management:

Regelmäßige Trainings und eine offene Kommunikation fördern den souveränen und effizienten Umgang mit neuen Tools. 

5. Evaluation & kontinuierliche Verbesserung:

Die Einführung digitaler Systeme ist kein Projekt, sondern ein Prozess. Regelmäßige Reviews helfen dabei, Nutzen und Wirksamkeit zu bewerten. 

Fazit: Digitalisierung als Schlüssel zur Zukunftsfähigkeit

Digitale Technologien verändern die Arbeitswelt und können Arbeitsschutz und Betriebliches Gesundheitsmanagement entscheidend stärken, wenn sie strategisch eingesetzt werden. Sie schaffen nicht nur Effizienz, sondern auch Transparenz, Teilhabe und Nachhaltigkeit. 

Unternehmen, die frühzeitig investieren, profitieren von: 

  • geringeren Ausfallzeiten,
  • einer besseren Nachweisführung,
  • einer höheren Mitarbeiterzufriedenheit
  • und einer Kultur, die Sicherheit und Gesundheit als Selbstverständlichkeit lebt. 

Vereinbaren Sie jetzt einen unverbindlichen Beratungstermin zu unserer ganzheitlichen Softwarelösung ‚Protarmo‘ – Software für Arbeitsschutz & BGM!

Arbeitsschutz & BGM: Synergien nutzen

Software für Arbeitsschutz & BGM visualisiert mit zwei Personen und ineinandergreifende Zahnrädern, die Mitarbeitergesundheit und Arbeitssicherheit symbolisieren

Arbeitsschutz und BGM: Synergien nutzen

Software für Arbeitsschutz & BGM visualisiert mit zwei Personen und ineinandergreifende Zahnrädern, die Mitarbeitergesundheit und Arbeitssicherheit symbolisieren

Arbeitsschutz und Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) gelten oft als getrennte Bereiche – dabei ergänzen sie sich perfekt. Während der Arbeitsschutz gesetzlich vorgeschrieben ist, zielt das BGM strategisch auf Förderung von Gesundheit, Motivation und Leistungsfähigkeit.

Wer beide Bereiche vernetzt, nutzt starke Synergien: Sicherheit, Gesundheit und Unternehmenskultur greifen wie Zahnräder ineinander. Das Ergebnis? Weniger Fehlzeiten, höhere Zufriedenheit und eine nachhaltige Resilienz des Unternehmens.

Arbeitsschutz und BGM - zwei Seiten derselben Medaille

Der Arbeitsschutz konzentriert sich klassisch auf die Vermeidung von Unfällen und arbeitsbedingten Erkrankungen. Zu seinen Aufgaben gehören:

  • Gefährdungsbeurteilungen,
  • Unterweisung von Beschäftigten,
  • Bereitstellung sicherer Arbeitsmittel und persönlicher Schutzausrüstung.

Das BGM verfolgt dagegen einen ganzheitlichen Ansatz. Es stärkt physische, psychische und soziale Gesundheit, steigert Motivation und Leistungsfähigkeit und unterstützt Führung und Kulturentwicklung.

Beide Bereiche verfolgen dasselbe Ziel – gesunde, leistungsfähige Mitarbeitende in einer sicheren und gesunden Arbeitsumgebung.

Praxisbeispiel:

Ein ergonomisch eingerichteter Arbeitsplatz (Arbeitsschutzmaßnahme) reduziert nicht nur das Risiko für Muskel-Skelett-Erkrankungen, sondern wirkt sich auch positiv auf Konzentration, Motivation, Wohlbefinden und Produktivität der Beschäftigten aus (BGM).

Laut der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) gehen jährlich rund 23 % aller Arbeitsunfähigkeitstage auf Muskel-Skelett-Erkrankungen zurück [1]. Maßnahmen zur Ergonomie wirken somit doppelt – sie schützen und fördern zugleich.

Schnittstellen zwischen Arbeitsschutz und BGM effizient nutzen

In vielen Unternehmen existieren Arbeitsschutz und BGM parallel, oft in getrennten Abteilungen mit eigenen Zielen, Budgets und Zuständigkeiten. So bleiben wertvolle Potenziale ungenutzt. Entscheidend sind die Schnittstellen – hier entsteht Mehrwert:

  • Gefährdungsbeurteilung

    Sie ist das Fundament für für Prävention. Besonders die Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastungen eröffnet Schnittstellen zum BGM. Erkenntnisse zu Themen wie Arbeitsverdichtung, Führungskultur oder Kommunikation können direkt in BGM-Maßnahmen überführt werden [2]. 
    → Mehr dazu in unserem Beitrag Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastungen

  • Betriebliches Eingliederungsmanagement (BEM)

    BEM ist gesetzlich vorgeschrieben (§ 167 SGB IX) und zugleich ein wichtiges und strategisches Instrument zur Gesundheitsförderung. Wer BEM-Daten systematisch auswertet, erkennt Muster und kann präventiv handeln, bevor (erneute) Ausfälle auftreten.
    → Mehr zum digitalen BEM-Modul finden Sie in unserer Funktionsübersicht BEM (PDF)

  • Gesundheitsförderung

    Angebote zur Bewegung, Stressmanagement oder Ernährung können gezielt dort eingesetzt werden, wo der Arbeitsschutz Risiken sichtbar macht. 

Laut der TK-Studie #whatsnext BGM 2025 setzen mittlerweile 60 % der Unternehmen auf digitale BGM-Tools, um genau diese Schnittstellen sichtbar und nutzbar zu machen [3].

Digitalisierung im Arbeitsschutz und BGM

Digitale Systeme sind der Schlüssel, um Arbeitsschutz & BGM strukturiert zu verbinden. Sie ermöglichen:

  • Gemeinsame Datenbasen: Alle Maßnahmen und Erkenntnisse werden gebündelt.
  • Strukturierte Aufgabenverwaltung: Verantwortlichkeiten, Fristen und Nachweise sind klar nachvollziehbar.
  • Einfache Dokumentation: Berichte und Auswertungen lassen sich direkt für ASA-Sitzungen oder Management-Reviews nutzen. 

So entsteht aus zwei parallelen Prozessen ein integriertes Gesundheits- und Arbeitsschutzmanagementsystem, das gesetzliche Anforderungen erfüllt und gleichzeitig die strategische Gesundheitsförderung unterstützt.

Studien zeigen, dass Unternehmen mit digitalisierten Arbeitsschutz- und BGM-Prozessen bis zu 25 % weniger krankheitsbedingte Fehltage verzeichnen.

→ Mehr dazu in unserem Artikel Managementsystem für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit

Organisation & Kultur - die entscheidenden Erfolgsfaktoren

Technische Lösungen sind wichtig, doch entscheidend ist die gelebte Gesundheitskultur. Nur wenn Führung, Kommunikation und Mitarbeitende mitziehen, entfaltet das System Wirkung.

Eine starke Gesundheitskultur bedeutet:

  • Führungskräfte leben Gesundheit als Vorbild.
  • Mitarbeitende werden aktiv eingebunden (z.B. über Gesundheitszirkel). 
  • Erfolge werden sichtbar gemacht und wertgeschätzt.

Ganzheitlich denken, nachhaltig handeln

Arbeitsschutz ist die Pflicht, BGM die Kür – doch erst gemeinsam entfalten sie ihre volle Wirkung. Unternehmen die beide Bereiche miteinander verzahnen erreichen:

  • geringere Fehlzeiten,
  • höhere Produktivität,
  • mehr Zufriedenheit
  • und eine nachhaltige Unternehmenskultur. 

Nutzen Sie das Jahresende, um Ihre Strukturen zu prüfen: 

  • Wo können Arbeitsschutz und BGM besser miteinander verzahnt werden?
  • Wie lässt sich die Digitalisierung gezielter einsetzen?
  • Welche Kennzahlen (z.B. AU-Tage, Unfallraten, Teilnahmequoten) zeigen Fortschritte?

Unternehmen, die Gesundheit als festen Bestandteil ihrer Kultur verankern, stärken Vertrauen, Identifikation und Arbeitgeberattraktivität – ein klarer Vorteil im Wettbewerb um Fachkräfte.

Fazit:

Wer Arbeitsschutz und BGM vernetzt betrachtet, schafft die Basis für Gesundheit, Sicherheit und Zukunftsfähigkeit.

Softwaregestützte Lösungen für Arbeitsschutz und BGM

Unsere Lösung ‚Protarmo‘ vereint Arbeitsschutz, BEM und Gesundheitsförderung in einem System – intuitiv, rechtskonform und effizient.

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