Psychische Gesundheit im Sommer: BEM richtig umsetzen

Eine BEM-Beauftragte führt ein empathisches BEM-Gespräch mit einer Mitarbeiterin in einem hellen, sommerlichen Büro. Auf dem Laptop und eingeblendeten UI-Elementen sind digitale Prozesse für das BEM bei psychischen Erkrankungen, Gesundheitsmanagement und strukturierte Wiedereingliederung sichtbar.

Psychische Gesundheit im Sommer: BEM richtig umsetzen

Eine BEM-Beauftragte führt ein empathisches BEM-Gespräch mit einer Mitarbeiterin in einem hellen, sommerlichen Büro. Auf dem Laptop und eingeblendeten UI-Elementen sind digitale Prozesse für das BEM bei psychischen Erkrankungen, Gesundheitsmanagement und strukturierte Wiedereingliederung sichtbar.
Es handelt sich bei diesem Bild um eine symbolische Darstellung zum Thema und um keinen Auszug aus dem ‚Protarmo'-System

Die Sommermonate stellen für Unternehmen eine organisatorisch anspruchsvolle Phase dar, bei der gerade das BEM bei psychischen Erkrankungen zeigt, wie gut Unternehmen strukturell aufgestellt sind: Urlaubsabwesenheiten führen zu temporären Personalengpässen, Hitzephasen können die Arbeitsleistung beeinflussen, und für Beschäftigte, die das erste Halbjahr mit hoher Belastung abgeschlossen haben, ist ausreichend Erholung besonders wichtig. Für Arbeitgeber und BGM-Verantwortliche ist der Sommer daher ein sinnvoller Zeitpunkt, präventive Maßnahmen zu überprüfen und Prozesse rund um das betriebliche Eingliederungsmanagement (BEM) bei psychischen Erkrankungen strukturell vorzubereiten.

Psychische Erkrankungen als relevanter Faktor im betrieblichen Fehlzeitengeschehen

Psychische Erkrankungen zählen zu den häufigsten Ursachen für Arbeitsausfälle in Deutschland. Laut dem DAK-Psychreport 2025 [1] verursachten psychische Erkrankungen im Jahr 2024 insgesamt 342 Fehltage je 100 Beschäftigte. Die Krankenstands-Analyse der DAK-Gesundheit für das Jahr 2025 zeigt einen weiteren Anstieg: Die psychisch bedingten Fehltage wuchsen um 6,9 Prozent auf rund 366 Fehltage pro 100 Versicherte. Psychische Erkrankungen, Atemwegserkrankungen und Muskel-Skelett-Erkrankungen waren zusammen für rund die Hälfte aller Ausfalltage verantwortlich [2]. 

Diese Daten unterstreichen die betriebliche Relevanz des Themas „psychischen Erkrankungen“ – unabhängig von der Jahreszeit. Der Sommer bietet jedoch konkrete Anlässe, bestehende Strukturen, wie das BEM, zu überprüfen und gezielt zu stärken. 

Sommerrelevante Einflussfaktoren auf die psychische Gesundheit am Arbeitsplatz

Hitze und psychische Belastung am Arbeitsplatz

Erhöhte Temperaturen am Arbeitsplatz können kognitive Leistungen wie Konzentration und Entscheidungsgeschwindigkeit beeinflussen. Arbeitgebende sind nach der Arbeitsstättenverordnung (ArbStättV) in Verbindung mit ASR A3.5 verpflichtet, bei Raumtemperaturen über 26 °C geeignete Maßnahmen zu ergreifen – etwa durch Lüftungskonzepte, Sonnenschutz oder flexible Arbeitszeitgestaltung. Diese Pflicht gilt nicht nur für Außenarbeitsplätze, sondern auch für Büros, Produktionsstätten und Lager. Hitzeschutz ist seit 2026 ausdrücklich als Pflichtinhalt in Sicherheitsunterweisungen vorgesehen.

Arbeitsverdichtung und psychische Gesundheit in der Urlaubszeit

Wenn Teile der Belegschaft urlaubsbedingt abwesend sind, können für die verbleibenden Beschäftigten vorübergehend höhere Arbeitsanforderungen entstehen. Klare Vertretungsregelungen, transparente Priorisierung und organisatorische Vorbereitungen helfen, diese Phase strukturiert zu gestalten und unnötige Belastungsspitzen zu vermeiden.

Erholungsqualität und Leisure Sickness

Der niederländische Psychologe Prof. Ad Vingerhoets (Universität Tilburg) hat das Phänomen der sogenannten „Leisure Sickness“ wissenschaftlich beschrieben. Ein Teil der Beschäftigten entwickelt zu Ferienbeginn körperliche Beschwerden, die auf den Übergang von hoher Arbeitsbelastung zur Erholungsphase zurückgeführt werden [3]. Die Studie weist darauf hin, dass die Qualität der Erholung in engem Zusammenhang mit der vorangegangenen Arbeitssituation stehen kann. 

Für Arbeitgeber ergibt sich daraus ein praktischer Hinweis: Die Gestaltung der Arbeitsbedingungen im Vorlauf von Urlaubsphasen beeinflusst unmittelbar, wie gut Beschäftigte diese Phasen zur Regeneration nutzen können. 

Psychische Gesundheit beim Wiedereinstieg nach dem Urlaub

Die Rückkehr an den Arbeitsplatz nach einer längeren Abwesenheit – sei es durch Urlaub oder Erkrankung – stellt eine organisatorische Übergangsphase dar. Ein strukturiertes Onboarding nach der Rückkehr, klare Kommunikation über anstehende Aufgaben und ausreichend Zeit für den Wiedereinstieg unterstützen Beschäftigte dabei, ihre Leistungsfähigkeit nachhaltig zu stabilisieren.

BEM bei psychischen Erkrankungen: Grundlagen und Umsetzung

Rechtliche Grundlagen im Überblick

Das BEM ist in § 167 Abs. 2 SGB IX geregelt. Arbeitgeber sind verpflichtet, ein BEM-Verfahren einzuleiten, wenn Beschäftigte innerhalb eines Zeitraums von 365 Tagen länger als sechs Wochen (42 Kalendertage) ununterbrochen oder wiederholt arbeitsunfähig waren. Die Pflicht gilt:

  • für alle Arbeitgeber, unabhängig von der Betriebsgröße
  • für alle Beschäftigten (einschließlich Teilzeitkräfte, Auszubildende und leitende Angestellte)
  • unabhängig von der Art der Erkrankung (körperlich, psychisch oder beides)

Die Initiative muss vom Arbeitgeber ausgehen. Die Teilnahme am BEM ist für Beschäftigte freiwillig.

BEM bei psychischen Erkrankungen: Strukturiert vorgehen

Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) empfiehlt für die Wiedereingliederung nach psychischen Erkrankungen das Vier-Phasen-Modell des Return-to-Work-Prozesses (RTW) [4]. Es umfasst die Phasen der Sensibilisierung, der schrittweisen Annäherung an das Arbeitsumfeld, der konkreten Arbeitsaufnahme und der Nachsorge. Das Modell macht deutlich, dass eine erfolgreiche Wiedereingliederung Zeit, Planung und kontinuierliche Begleitung erfordert. 

Laut BAuA ist die soziale Unterstützung durch Kolleginnen, Kollegen und Vorgesetzte ein empirisch belegter Erfolgsfaktor für eine nachhaltige Rückkehr in den Betrieb. 

Häufige Schwachstellen beim BEM bei psychischen Erkrankungen

Aus der betrieblichen Praxis lassen sich drei wiederkehrende Herausforderungen benennen:

Später Prozessstart – Das Gesetz erlaubt und die BAuA empfiehlt einen frühzeitigen, wertschätzenden Kontakt bereits während der Erkrankungsphase, um das BEM-Verfahren „in Aussicht zu stellen“. Das eigentliche BEM-Gespräch findet erst dann statt, wenn die betroffene Person dazu bereit ist. Frühzeitiger Kontakt signalisiert Unterstützungsbereitschaft und kann den weiteren Prozess erleichtern.

Lückenhafte Dokumentation – Das Bundesarbeitsgericht hat mit Urteil vom 24. März 2011 (Az. 2 AZR 170/10) klargestellt: Wurde kein BEM durchgeführt, verschiebt sich im Kündigungsschutzprozess die Beweislast zulasten des Arbeitgebers [5]. Dieser muss dann konkret darlegen, warum weder eine Anpassung des Arbeitsplatzes noch ein anderweitiger leidensgerechter Einsatz möglich war.

Unzureichende Vorbereitung der Gesprächsführung – BEM-Gespräche, insbesondere nach psychischen Erkrankungen, erfordern Sensibilität, Vorbereitung und klare Rollenverteilungen. Die frühzeitige Einbindung von Betriebsarzt und Betriebsrat (sofern vorhanden) unterstützt eine strukturierte und rechtssichere Durchführung.

Handlungsempfehlungen für Arbeitgeber

Präventive Maßnahmen im Sommer

Gefährdungsbeurteilung aktualisieren. Gemäß § 5 ArbSchG sind Arbeitgeber verpflichtet, alle Gefährdungen am Arbeitsplatz systematisch zu erfassen – einschließlich psychischer Belastungen. Saisonale Faktoren wie Hitzephasen und urlaubsbedingte Personalengpässe sollten in der Gefährdungsbeurteilung berücksichtigt werden.

Organisatorische Regelungen für die Urlaubszeit treffen. Vertretungspläne, klare Aufgabenprioritäten und kommunizierte Erreichbarkeitserwartungen schaffen Orientierung für alle Beteiligten und vermeiden ungeplante Arbeitsverdichtungen.

Unterweisungen aktualisieren. Sicherheitsunterweisungen sollten 2026 auch Inhalte zu psychischer Belastung und Hitzeschutz umfassen. Die digitale Durchführung und Dokumentation von Unterweisungen ist seit 2025 rechtssicher möglich.

Führungskräfte informieren. Führungskräfte sind zentrale Ansprechpersonen, wenn es um die frühzeitige Wahrnehmung von Belastungssignalen geht. Strukturierte Informationen zu Handlungsmöglichkeiten und den Grenzen ihrer Rolle stärken diese Funktion.

BEM bei psychischen Erkrankungen: Prozess strukturiert vorbereiten

  • Zuständigkeiten für das BEM klar definieren und im Betrieb bekannt machen
  • Vorlagen für die datenschutzkonforme Einladung und Dokumentation bereithalten
  • Mitarbeitende über das BEM informieren: Was ist es? Was sind ihre Rechte? Welchem Zweck dient es?
  • Betriebsrat frühzeitig einbinden (§ 87 Abs. 1 Nr. 7 BetrVG)

Das BEM dient dem Erhalt von Arbeitsverhältnissen und der Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit – nicht der Einleitung von Kündigungsverfahren. Eine transparente Kommunikation dieser Zielsetzung im Betrieb erhöht die Akzeptanz und die Teilnahmebereitschaft der Beschäftigten. 

Zusammenfassung

Psychische Gesundheit am Arbeitsplatz ist ein ganzjähriges Thema – der Sommer schafft jedoch spezifische organisatorische Rahmenbedingungen, die eine vorausschauende Planung sinnvoll machen. Präventive Maßnahmen gegen Hitzestress und Arbeitsverdichtung, eine aktualisierte Gefährdungsbeurteilung und gut vorbereitete BEM-Prozesse, insbesondere das BEM bei psychischen Erkrankungen, tragen dazu bei, Fehlzeiten zu reduzieren und die Arbeitsfähigkeit der Belegschaft nachhaltig zu unterstützen.

Das betriebliche Eingliederungsmanagement ist – richtig angewendet – ein wirksames Instrument zur Erhaltung von Arbeitsverhältnissen. Es schützt Beschäftigte und gibt Arbeitgebern Rechtssicherheit.

BGM-Solutions: Digitale Unterstützung für BEM und Arbeitsschutz

Mit der Softwarelösung ‚Protarmo‘ bietet BGM-Solutions eine digitale Lösung für die strukturierte Verwaltung von BEM-Verfahren, Gefährdungsbeurteilungen und Sicherheitsunterweisungen. Das BEM-Modul unterstützt Unternehmen bei der rechtskonformen Dokumentation – von der automatisierten Erkennung der gesetzlichen Einleitungsschwelle über die revisionssichere Gesprächsdokumentation bis zur zuverlässigen Fristenüberwachung. 

Erfahren Sie mehr zu unseren Leistungen:

Quellenverzeichnis:

Frühjahrscheck Arbeitsschutz & BGM: Ist Ihr Unternehmen fit für Q2?

In einem modernen, lichtdurchfluteten Büro sitzt eine Person an einem Schreibtisch und analysiert ein digitales Dashboard auf ihrem Laptop. Die Anzeige zeigt verschiedene Gesundheits- und Sicherheitsmetriken. Die Umgebung wirkt sauber und organisiert, was eine positive und optimistische Arbeitsatmosphäre vermittelt.

Frühjahrscheck Arbeitsschutz & BGM: Ist Ihr Unternehmen fit für Q2?

In einem modernen, lichtdurchfluteten Büro sitzt eine Person an einem Schreibtisch und analysiert ein digitales Dashboard auf ihrem Laptop. Die Anzeige zeigt verschiedene Gesundheits- und Sicherheitsmetriken. Die Umgebung wirkt sauber und organisiert, was eine positive und optimistische Arbeitsatmosphäre vermittelt.
Es handelt sich bei diesem Bild um eine symbolische Darstellung zum Thema und um keinen Auszug aus dem ‚Protarmo'-System

Das erste Quartal ist vorbei und damit beginnt für viele Unternehmen die erste echte Belastungsprobe des Jahres – Baustellen laufen auf Hochtouren, Produktionsstätten fahren die Kapazitäten hoch und Saisonkräfte starten. Genau in dieser Phase zeigt sich, ob Arbeitsschutz und Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) wirklich auf dem aktuellen Stand sind. 

Veraltete Unterweisungen, abgelaufene Vorsorgefristen oder lückenhafte BEM-Dokumentationen sind dabei kein abstraktes Risiko. Sie gefährden die Gesundheit Ihrer Mitarbeitenden und können bei einem Arbeitsunfall oder einer Betriebsprüfung erhebliche rechtliche und finanzielle Konsequenzen nach sich ziehen. 

Die gute Nachricht: Ein systematischer Frühjahrscheck dauert keine 10 Minuten und kann Ihnen erhebliche Probleme ersparen. 

Warum gerade jetzt der ideale Zeitpunkt ist

Bekannt ist, dass sich in den Sommermonaten insgesamt mehr Arbeitsunfälle ereignen als im Winter – unter anderem, weil in Außenbereichen dann Hochsaison herrscht [1]. Die Ursachen sind vielfältig: 

Mitte April ist deshalb kein zufälliger Zeitpunkt – es ist eine natürliche Zäsur im Jahresverlauf und der ideale Moment, um gezielt gegenzusteuern, bevor die Hochphase voll einsetzt. Daher sollten Sie sich jetzt diese fünf Fragen stellen. 

5 Fragen für Ihren Frühjahrscheck

1. Sind alle Unterweisungen aktuell und vollständig dokumentiert?

Die jährliche Unterweisung aller Beschäftigten ist gesetzlich vorgeschrieben [2] – in der Praxis fehlen aber häufig Nachweise, Protokolle sind lückenhaft oder neu eingestellte Mitarbeitende wurden schlicht nicht erfasst. Spätestens im Ernstfall wird das zum Problem: Bei einem Arbeitsunfall prüfen Behörden und Berufsgenossenschaften als erstes die Unterweisungsdokumentation. Wer keine lückenlosen Nachweise vorlegen kann, trägt das volle Haftungsrisiko.  

Digitale Unterweisungstools ermöglichen es, Unterweisungen online durchzuführen, digital quittieren zu lassen und revisionssicher zu archivieren – standortunabhängig und ohne Papier. 

2. Sind alle arbeitsmedizinischen Vorsorgeuntersuchungen fristgerecht?

Je nach Tätigkeit und Gefährdungspotenzial sind Pflicht- und Angebotsvorsorge gesetzlich vorgeschrieben [3]. Abgelaufene Fristen bedeuten dabei mehr als ein Compliance-Problem – sie stellen eine echte Gefährdung für die Gesundheit Ihrer Mitarbeitenden dar. Das manuelle Nachverfolgen über Excel-Tabellen ist fehleranfällig und kaum zuverlässig zu leisten, besonders wenn verschiedene Berufsgruppen unterschiedliche Untersuchungsintervalle haben. 

Ein digitales Vorsorgemodul erinnert automatisch an ablaufende Fristen, verwaltet Untersuchungsarten und ermöglicht eine lückenlose, DSGVO-konforme Dokumentation.

3. Sind Ihr Gefährdungsbeurteilungen auf dem aktuellen Stand?

Die Gefährdungsbeurteilung ist das zentrale Instrument des betrieblichen Arbeitsschutzes [4] und muss bei jeder relevanten Veränderung im Betrieb aktualisiert werden – neue Maschinen, veränderte Arbeitsabläufe oder neue Mitarbeitergruppen lösen diese Pflicht aus. Trotzdem arbeiten viele Unternehmen noch mit Papierversionen, die teils Jahre alt sind. Das ist nicht nur rechtlich riskant, sondern bildet schlicht nicht mehr ab, was im Betrieb tatsächlich passiert. 

Mit einer integrierten Softwarelösung lassen sich Gefährdungsbeurteilungen zentral erstellen, mit Maßnahmen verknüpfen und versioniert dokumentieren – jederzeit abrufbar und nachvollziehbar. 

4. Sind BEM-Prozesse transparent und rechtssicher dokumentiert?

Das Betriebliche Eingliederungsmanagement (BEM) ist verpflichtend, sobald Beschäftigte innerhalb von zwölf Monaten länger als sechs Wochen ununterbrochen oder wiederholt arbeitsunfähig waren [5] – unabhängig von der Unternehmensgröße. Fehlt die Dokumentation oder ist sie lückenhaft, kann das in Kündigungsschutzprozessen schwerwiegende Folgen haben: Gerichten werten ein fehlendes BEM-Verfahren regelmäßig zu Lasten des Arbeitgebers.

Ein digitales BEM-Modul unterstützt Sie bei Einladung, Dokumentation und Nachverfolgung – DSGVO-konform, transparent und revisionssicher. 

5. Messen Sie den Erfolg Ihrer Gesundheitsförderung?

Betriebliche Gesundheitsförderung ist längst kein Nice-to-have mehr. Angesichts steigender Krankenstände und zunehmendem Fachkräftemangel ist sie ein handfester Wettbewerbsfaktor – für die Bindung bestehender Mitarbeitender ebenso wie für die Gewinnung neuer. Viele Unternehmen führen Maßnahmen durch, ohne deren Wirkung systematisch zu erfassen. Ohne Auswertung bleibt jedoch unklar, was tatsächlich wirkt und Budgets werden nicht da eingesetzt, wo sie am meisten bewirken. 

Eine BGF-Plattform bündelt Gesundheitsförderung, Präventionsangebote und Auswertungen in einem System – und macht den Erfolg Ihrer Maßnahmen sicht- und steuerbar. 

Die Lösung: ‚Protarmo' - Software für Arbeitsschutz & BGM

Wer diese fünf Fragen ehrlich beantwortet, stellt oft fest: Das eigentliche Problem ist selten fehlendes Wissen – sondern fehlende Übersicht. Fristen verlieren sich in Tabellen, Dokumente liegen auf verschiedenen Laufwerken verteilt und Prozesse hängen an einzelnen Personen.

Genau hier setzt ‚Protarmo‘ an – die ganzheitliche Softwarelösung für Arbeitsschutz und BGM von BGM-Solutions. Alle relevanten Prozesse zentral und übersichtlich in einer einzigen Plattform:

Was Unternehmen durch digitales BGM gewinnen

Zeitersparnis:

Deutlich weniger Verwaltungsaufwand durch automatisierte Prozesse und zentrale Datenhaltung. 

Rechtssicherheit:

Lückenlose Dokumentation schützt bei Betriebsprüfungen, BG-Kontrollen und Rechtsstreitigkeiten.

Mitarbeiterbindung:

Gesundheitsförderung als messbarer Faktor im Employer Branding. 

Kostenreduktion:

Weniger Fehlzeiten, weniger unfallkosten, optimierte BG-Beitragssätze. 

Skalierbarkeit:

Eine Lösung für MKU wie für Großunternehmen mit mehreren Standorten

Fazit: Jetzt handeln, bevor die Hochphase beginnt

Der Frühjahrscheck ist kein Selbstzweck – er ist der konkrete Anstoß, Prozesse zu überprüfen, die im Tagesgeschäft leicht in den Hintergrund geraten und die dann fehlen, wenn es wirklich drauf ankommt.

Unternehmen, die heute in digitales Arbeitsschutzmanagement investieren, schützen nicht nur ihre Mitarbeitenden. Sie schaffen eine verlässliche Basis für Compliance, reduzieren operatives Risiko und zeigen als Arbeitgeber, dass Gesundheit bei ihnen mehr ist als ein Lippenbekenntnis.

Jetzt kostenlose Demo anfordern

Überzeugen Sie sich selbst, wie ‚Protarmo‘ Ihren Arbeitsschutz und Ihr BGM revolutioniert. 

Arbeitsmedizinische Vorsorge digital verwalten

Arbeitsmedizinische Vorsorge digital verwalten

Arbeitsmedizinische Vorsorge digital verwalten

Arbeitsmedizinische Vorsorge digital verwalten

Arbeitsmedizinische Vorsorge gehört zu den zentralen Aufgaben im betrieblichen Gesundheitsschutz. Unternehmen müssen sicherstellen, dass Mitarbeitende regelmäßig über notwendige Vorsorgeuntersuchungen informiert und diese fristgerecht durchgeführt werden. 

In der Praxis zeigt sich jedoch häufig: Nicht die Vorsorge selbst ist die größte Herausforderung, sondern ihre Organisation. 

Fristen überwachen, Termine koordinieren, Ergebnisse dokumentieren und Mitarbeitende informieren – all das verursacht in vielen Unternehmen einen erheblichen administrativen Aufwand. Gerade bei vielen Mitarbeitenden oder unterschiedlichen Tätigkeitsprofilen kann das ohne strukturierte Prozesse schnell unübersichtlich werden. 

Pflichten und Verantwortung für Unternehmen

Die arbeitsmedizinische Vorsorge dient dazu, gesundheitliche Risiken am Arbeitsplatz frühzeitig zu erkennen und arbeitsbedingte Erkrankungen zu vermeiden. Je nach Tätigkeit sind unterschiedliche Vorsorgearten erforderlich, zum Beispiel bei: 

  • Tätigkeiten mit Gefahrstoffen
  • Lärm- oder Staubbelastung
  • Bildschirmarbeit
  • körperlich belastende Tätigkeiten

Unternehmen sind dazu verpflichtet, diese Vorsorgen fristgerecht zu organisieren und nachvollziehbar zu dokumentieren

Typische Herausforderungen

In vielen Organisationen werden Vorsorgeuntersuchungen noch immer über Excel-Listen, Kalender oder verschiedene Einzelsysteme verwaltet. Das führt häufig zu: 

  • fehlender Übersicht über Fristen
  • hohem Abstimmungsaufwand
  • manueller Dokumentation von Untersuchungsergebnissen
  • vielen Rückfragen von Mitarbeitenden
  • erhöhtem Risiko verpasster Termine

Gerade für Personalabteilungen oder Verantwortliche im Gesundheitsmanagement entsteht dadurch ein erheblicher organisatorischer Aufwand. 

Digitale Lösungen als Schlüssel zur Effizienz

Digitale Systeme ermöglichen es, arbeitsmedizinische Vorsorgeprozesse zentral und strukturiert zu verwalten. Dazu gehören unter anderem: 

  • zentrale Verwaltung aller Vorsorgeuntersuchungen
  • automatische Überwachung der Vorsorgefristen
  • digitale Dokumentation von Untersuchungsergebnissen (Arbeitgeberbescheinigung)
  • transparente Übersicht über den aktuellen Vorsorgestatus

So behalten Verantwortliche  jederzeit den Überblick.

Mitarbeitende aktiv einbinden

Ein weiterer Vorteil moderner Lösungen ist die direkte Einbindung der Mitarbeitenden. Über eine Mitarbeitenden-App können sie: 

  • sehen, welche Vorsorgeuntersuchungen für sie vorgesehen sind
  • anstehende Termine einsehen
  • selbstständig Termine vereinbaren

Das reduziert Rückfragen und sorgt gleichzeitig für mehr Transparenz und Eigenverantwortung. 

Weniger Aufwand - mehr Fokus auf Gesundheit

Durch die Digitalisierung der arbeitsmedizinischen Vorsorge profitieren Unternehmen gleich mehrfach:

  • deutlich weniger administrative Aufwände
  • zuverlässige Einhaltung gesetzlicher Fristen
  • strukturierte und nachvollziehbare Dokumentation
  • bessere Einbindung der Mitarbeitenden

Damit wird aus einer organisatorischen Pflicht ein effizient gesteuerter Prozess im betrieblichen Gesundheitsmanagement. 

Fazit: Arbeitsmedizinische Vorsorge effizient digital organisieren

Die Organisation arbeitsmedizinischer Vorsorge kann in Unternehmen schnell komplex werden. Digitale Lösungen helfen dabei, Prozesse zu strukturieren, Fristen automatisch zu überwachen und Mitarbeitende aktiv einzubinden.

Das Ergebnis: mehr Transparenz, weniger Verwaltungsaufwand und ein nachhaltiger Beitrag zum betrieblichen Gesundheitsmanagement.

Vereinbaren Sie jetzt ihren kostenlosen Präsentationstermin zur Umsetzung einer digitalen arbeitsmedizinischen Vorsorge!

Vom BGM-Jahresabschluss zur erfolgreichen Umsetzung

BGM-Jahresabschluss: Analyse im Betrieblichen Gesundheitsmanagement zur Ableitung von Maßnahmen in Arbeitsschutz, BEM und Betrieblichen Gesundheitsförderung.

Vom BGM-Jahresabschluss zur erfolgreichen Umsetzung

BGM-Jahresabschluss: Analyse im Betrieblichen Gesundheitsmanagement zur Ableitung von Maßnahmen in Arbeitsschutz, BEM und Betrieblichen Gesundheitsförderung.

Der Jahresabschluss im Betrieblichen Gesundheitsmanagement (BGM) ist in vielen Unternehmen geschafft. Kennzahlen wurden ausgewertet, Maßnahmen bewertet und Ziele für das neue Jahr definiert. Doch genau an diesem Punkt beginnt häufig die größte Herausforderung im BGM – die konsequente Umsetzung im Arbeitsalltag. 

Der Jahresbeginn ist der entscheidende Moment, um Erkenntnisse aus dem BGM-Jahresabschluss in konkrete Maßnahmen zu überführen. Unternehmen, die jetzt strukturiert vorgehen, schaffen die Grundlage für ein wirksames Zusammenspiel aus Arbeitsschutz, Betrieblichem Eingliederungsmanagement (BEM) sowie der Betrieblichen Gesundheitsförderung (BGF) – und damit für nachhaltige Gesundheit im Unternehmen. 

Was folgt nach dem BGM-Jahresabschluss?

Der BGM-Jahresabschluss markiert nicht das Ende, sondern den Startpunkt eines neuen Steuerungszyklus. Nach der Analysephase gilt es, Prioritäten zu setzen und klare Entscheidungen zu treffen: Welche Handlungsfelder haben den größten Einfluss auf Gesundheit, Leistungsfähigkeit und Motivation der Beschäftigten?

Gerade zum Jahresbeginn können Unternehmen die Ergebnisse aus dem BGM-Jahresabschluss gezielt nutzen, um Maßnahmen strukturiert zu planen und frühzeitig in die Umsetzung zu bringen. So wird aus dem Rückblick ein strategischer Ausblick.

Vom BGM-Jahresabschluss zur Umsetzung nach dem PDCA-Zyklus

Das Betriebliche Gesundheitsmanagement folgt dem bewährten PDCA-Zyklus (Plan – Do – Check – Act). Mit dem BGM-Jahresabschluss endet die Check-Phase – nun beginnen die Plan- und Do-Phasen.

Damit BGM nicht zur reinen Dokumentationspflicht wird, müssen Unternehmen:

  • Ziele aus dem BGM-Jahresabschluss klar priorisieren
  • konkrete Maßnahmen ableiten
  • Verantwortlichkeiten verbindlich festlegen

Erfolgreiche BGM-Strategien konzentrieren sich dabei auf wenige, aber wirkungsvolle Handlungsfelder, zum Beispiel:

  • Reduktion psychischer Belastungen am Arbeitsplatz
  • Optimierung und Standardisierung von BEM-Prozessen
  • Aktualisierung zentraler Arbeitsschutzthemen

Klare Zieldefinitionen, realistische Zeitpläne und eine transparente Ressourcenplanung sorgen dafür, dass Maßnahmen aus dem BGM-Jahresabschluss nicht im Tagesgeschäft untergehen, sondern messbare Wirkung entfalten. 

Arbeitsschutz, BEM und BGF sinnvoll im BGM verzahnen

Ein zentrales Ergebnis vieler BGM-Jahresabschlüsse ist die Erkenntnis, dass Maßnahmen aus Arbeitsschutz, BEM und Gesundheitsförderung häufig isoliert nebeneinander laufen. Der Jahresstart bietet die Chance, diese Silos aufzubrechen und das Betriebliche Gesundheitsmanagement ganzheitlich zu steuern.

Der Arbeitsschutz liefert wertvolle Erkenntnisse aus Gefährdungsbeurteilungen, Unfallanalysen oder Beinahe-Ereignissen. Diese Daten zeigen präventiven Handlungsbedarf – auch im Hinblick auf psychische Belastungen.

Das Betriebliche Eingliederungsmanagement (BEM) wiederum macht sichtbar, welche gesundheitlichen Ursachen zu längeren oder wiederkehrenden Fehlzeiten führen. Wiederkehrende Muster aus BEM-Verfahren liefern wichtige Hinweise für präventive Maßnahmen im Rahmen der Betrieblichen Gesundheitsförderung. 

Die Betriebliche Gesundheitsförderung (BGF) greift diese Erkenntnisse auf und übersetzt sie in konkrete Angebote. Laut dem TK-Gesundheitsreport zählen psychische Erkrankungen weiterhin zu den häufigsten Ursachen für Arbeitsunfähigkeit. Entsprechend gewinnen Maßnahmen zu Stressprävention, Resilienzförderung und zur gesundheitsgerechten Führung weiter an Bedeutung. 

Erst das koordinierte Zusammenspiel aller drei Handlungsfelder macht das BGM wirklich wirksam. 

Mitarbeitende einbinden: Akzeptanz nach dem BGM-Jahresabschluss steigern

Ein häufiger Stolperstein bei der Umsetzung von BGM-Maßnahmen ist eine geringe Beteiligung der Beschäftigten. Maßnahmen sind zwar geplant, werden jedoch nicht genutzt.

Der Schlüssel zum Erfolg liegt in transparenter Kommunikation und echter Beteiligung: 

  • Ziele und Nutzen des Betrieblichen Gesundheitsmanagements klar vermitteln
  • Mitarbeitende frühzeitig einbeziehen
  • Rückmeldungen ernst nehmen und sichtbar berücksichtigen

Auch kleine Erfolge sollten regelmäßig kommuniziert werden. Sie zeigen, dass BGM wirkt und stärken das Vertrauen in die Gesundheitsstrategie des Unternehmens. 

Digitale Unterstützung als Voraussetzung für wirksame BGM-Steuerung

Mit zunehmender Komplexität steigt auch der organisatorische Aufwand im BGM. Spätestens an diesem Punkt stoßen manuelle Listen oder Insellösungen an ihre Grenzen.

Digitale BGM-Lösungen ermöglichen es Unternehmen,

  • Maßnahmen aus Arbeitsschutz, BEM, und BGF zentral zu steuern
  • Transparenz über den Umsetzungszustand zu schaffen
  • ein kontinuierliches Monitoring des BGM sicherzustellen

Gerade nach dem BGM-Jahresabschluss hilft eine BGM-Software dabei, Ziele konsequent zu verfolgen und Fortschritte nachvollziehbar zu dokumentieren.

Warum kontinuierliches Monitoring den BGM-Jahresabschluss ergänzt

Ein zentrales Learning aus vielen BGM-Jahresabschlüssen lautet: Wer erst am Jahresende hinschaut, reagiert zu spät. Deutlich wirksamer ist ein kontinuierliches Monitoring über das gesamte Jahr hinweg. 

Durch regelmäßige Auswertungen, beispielsweise zu Fehlzeiten, Unfallgeschehen, BEM-Fälle oder Teilnahmequoten, lassen sich Trends frühzeitig erkennen. Maßnahmen können rechtzeitig angepasst werden, bevor sich Probleme verfestigen.

So entwickelt sich das Betriebliche Gesundheitsmanagement von einer jährlichen Pflichtübung zu einem echten Steuerungsinstrument.

Fazit: BGM-Jahresabschluss als Startpunkt für nachhaltige Gesundheit

Der BGM-Jahresabschluss liefert die Analyse – der Jahresbeginn entscheidet über die Wirkung.

Unternehmen, die ihre Erkenntnisse jetzt strukturiert in Planung und Umsetzung überführen, schaffen die Basis für ein nachhaltiges und wirksames Betriebliches Gesundheitsmanagement. 

Wer Arbeitsschutz, BEM und Betriebliche Gesundheitsförderung gemeinsam denkt, Mitarbeitende aktiv einbindet und digitale BGM-Lösungen nutzt, macht BGM zu einem strategischen Erfolgsfaktor – nicht nur für das laufende Jahr, sondern langfristig. 

Hinweis: Eine ganzheitliche BGM-Softwarelösung wie ‚Protarmo‘ unterstützt Unternehmen dabei, BGM-Prozesse strukturiert, transparent und rechtskonform umzusetzen und den Übergang vom Jahresabschluss zur kontinuierlichen Steuerung effizient zu gestalten. 

Jetzt kostenlose Demo anfordern und den BGM-Jahresabschluss erfolgreich in die Umsetzung bringen:

Jahresabschluss im BGM: Leitfaden für 2025/2026

Frau und Mann prüfen eine vollständig abgehakte Checkliste – Symbolbild für den Jahresabschluss im BGM

Jahresabschluss im BGM: Leitfaden für 2025/2026

Frau und Mann prüfen eine vollständig abgehakte Checkliste – Symbolbild für den Jahresabschluss im BGM

Jahresabschluss im BGM: Rückblick, Analyse und Ziele für 2026

Das Jahresende ist traditionell eine Zeit des Rückblicks, der Planung und des Aufräumens. Während sich viele Unternehmen auf den Jahresabschluss in der Buchhaltung oder die Budgetplanung konzentrieren, wird ein ebenso wichtiger Bereich oft übersehen: der Jahresabschluss im Betrieblichen Gesundheitsmanagement (BGM).

Ein strukturierter BGM-Jahresabschluss ermöglicht es, Maßnahmen aus Arbeitsschutz, Betrieblichem Eingliederungsmanagement (BEM) und Betrieblicher Gesundheitsförderung (BGF) zu bündeln, Erfolge sichtbar zu machen und realistische Ziele für das neue Jahr abzuleiten.  Dabei geht es nicht nur um Zahlen, sondern immer auch um Menschen:

Wie steht es um die Sicherheit, Gesundheit, Motivation und Leistungsfähigkeit Ihrer Beschäftigten? Welche Maßnahmen haben Wirkung gezeigt? Und wie kann das BGM im kommenden Jahr noch effizienter gestaltet werden? 

Warum ein Jahresabschluss im BGM unverzichtbar ist

Das BGM ist kein Projekt, sondern ein kontinuierlicher Verbesserungsprozess auf Grundlage des PDCA-Modells (Plan-Do-Act-Check). Der Jahresabschluss bildet dabei die zentrale Check-Phase: Er überprüft die Wirksamkeit der umgesetzten Maßnahmen, dokumentiert Fortschritte und unterstützt ein professionelles Gesundheitscontrolling, das für die zielgerichtete Jahresplanung wesentlich ist. 

Laut der #whatsnext-Studie 2025 der Techniker Krankenkasse geben über 80 % der Unternehmen an, dass sie BGM als strategischen Erfolgsfaktor betrachten – aber nur rund die Hälfte wertet regelmäßig die Ergebnisse ihrer Maßnahmen aus [1]. 

Das zeigt: Wer sein BGM systematisch steuert, verschafft sich einen klaren Wettbewerbsvorteil.

Drei Säulen - ein System

Ein wirksamer Jahresabschluss im BGM betrachtet immer alle drei zentralen Säulen gemeinsam:

1. Arbeitsschutz – die gesetzliche Grundlage

Der Arbeitsschutz stellt sicher, dass Arbeitsplätze sicher und gesundheitsgerecht gestaltet sind und bildet damit das Fundament eines jeden BGM-Systems. Im Jahresabschluss geht es hier unter anderem um Fragen, wie:

  • Sind Gefährdungsbeurteilungen aktuell (auch psychische Belastungen)?
  • Wurden alle Unterweisungen, Prüfungen und ASA-Sitzungen durchgeführt?
  • Wurden Arbeitsunfälle analysiert und daraus Maßnahmen abgeleitet?

2. Betriebliches Eingliederungsmanagement (BEM) – der Brückenbauer

Das BEM ist das Bindeglied zwischen Prävention und Rehabilitation. Es unterstützt Mitarbeitende nach längerer oder wiederholten Erkrankung bei der Rückkehr in den Arbeitsalltag und hilft, erneute Ausfälle zu vermeiden. Im Jahresabschluss sollten Sie prüfen:

  • Wie viele BEM-Verfahren wurden eingeleitet und abgeschlossen?
  • Welche Maßnahmen (z.B. Arbeitsplatzanpassungen, Schulungen, Coaching) wurden umgesetzt?
  • Wie bewerten Betroffenen und Führungskräften den Prozess?

Eine strukturierte Evaluation der BEM-Fälle zeigt, welche Interventionen wirken und wo Anpassungsbedarf besteht. Eine gute BEM-Auswertung liefert somit wertvolle Hinweise für die Betriebliche Gesundheitsförderung, z.B. wenn sich Muster oder häufige Ursachen für Erkrankungen zeigen.

Tipp: Dokumentieren Sie BEM-Verfahren datenschutzkonform und anonymisiert, um Trends zu erkennen, ohne personenbezogene Daten offenzulegen. 

3. Gesundheitsförderung (BGF) – die aktive Prävention

Die BGF bildet die „Gestaltungsebene“ des BGM. Sie umfasst Maßnahmen, die Gesundheit, Motivation und Wohlbefinden aktiv fördern – von Bewegung und Ernährung über psychische Gesundheit bis hin zur Führungskultur. Fragen für die Jahresauswertung:

  • Wie viele Mitarbeitende haben an Maßnahmen teilgenommen?
  • Welche Angebote waren besonders nachgefragt?
  • Welche Rückmeldungen oder Gesundheitskennzahlen (z.B. Fehlzeitenquote, Mitarbeiterzufriedenheit) liegen vor?

Laut dem TK-Gesundheitsreport 2024 sind psychische Erkrankungen weiterhin die häufigste Ursache für Arbeitsunfähigkeit – mit einem Anteil von rund 20 % aller Fehltage. Daraus folgt: BGF-Maßnahmen müssen gezielt auf psychische Gesundheit und Stressprävention ausgerichtet sein [2]. 

Wichtige Kennzahlen für den Jahresabschluss im BGM

Ein professioneller Jahresabschluss im BGM ist datenbasiert. Neben qualitativen Eindrücken sollten daher immer auch messbare Kennzahlen analysiert werden. Dazu gehören:

Arbeitsschutz:

  • Unfallquote
  • Aktualität der Gefährdungsbeurteilung
  • Unterweisungsquote
  • Anzahl dokumentierter Beinaheunfälle

BEM:

  • Anzahl BEM-Fälle
  • BEM-Quote
  • Anzahl eingeleiteter und abgeschlossener Verfahren
  • Rückkehrquote nach dem Verfahren

BGF:

  • Teilnahmequote
  • Anzahl durchgeführter Gesundheitschecks
  • Zufriedenheitswert
  • Entwicklung der Fluktuationsquote

Gesamt-BGM:

  • Krankenstand
  • durchschnittliche Fehlzeiten
  • Mitarbeiterzufriedenheit

Diese Kennzahlen ermöglichen ein datenbasiertes BGM-Reporting, das sowohl für Führungskräfte als auch für das Controlling wertvolle Einblicke liefert, um Trends zu erkennen, Fortschritte sichtbar zu machen und Prioritäten für das kommende Jahr abzuleiten.

So gelingt der Jahresabschluss im BGM

Ein strukturierter Prozess sorgt dafür, dass alle relevanten Informationen zusammenlaufen und der Jahresabschluss effizient umgesetzt wird. Folgende Vorgehensweise hat sich bewährt:

  1. Rückblick: Sammeln Sie Daten, Ergebnisse und Feedback aus Arbeitsschutz, BEM und BGF.
  2. Analyse: Bewerten Sie die Wirksamkeit der Maßnahmen. Wo gab es Erfolge? Wo besteht Handlungsbedarf? Welche Trends zeichnen sich ab?
  3. Ziele definieren: Leiten Sie konkrete Ziele für das nächste Jahr ab, z.B. Senkung der Fehlzeiten, Erhöhung der Teilnahme an Gesundheitsmaßnahmen oder Optimierung der psychischen Gefährdungsbeurteilung
  4. Planung: Erstellen Sie einen Jahresplan mit Verantwortlichkeiten, Zeiträumen und notwendigen Ressourcen und sorgen Sie dafür, dass die dazugehörige Ressourcenplanung nachvollziehbar abgebildet wird.
  5. Kommunikation: Teilen Sie Erfolge und Ergebnisse transparent mit Mitarbeitenden und Führungskräften. Das stärkt die Akzeptanz und motiviert zur Teilnahme am BGM.

Ausblick auf 2026

Wer frühzeitig plant, kann auf aktuelle Entwicklungen reagieren. Diese Themen werden 2026 besonders relevant für BGM-Verantwortliche:

  • Digitales Gesundheitsmanagement: Zunehmende Integration von BGM-Software in HR-, Arbeitsschutz- und Reportingsysteme. Insbesondere digitale Tools werden eine wichtige Rolle spielen, um ein effizientes digitales BGM-Reporting zu ermöglichen.
  • Psychische Gesundheit & Resilienz: Fokus auf Prävention durch Achtsamkeit, Führungskräfteschulungen und detaillierte Belastungsanalysen.
  • Nachhaltigkeit im Gesundheitsmanagement: Verbindung von Klima- und Gesundheitsstrategien, z.B. durch aktive Mobilität oder gesunde Kantinenangebote.
  • Beteiligungskultur: Mitarbeitende werden verstärket in die Gestaltung von Gesundheitsmaßnahmen eingebunden – ein entscheidender Erfolgsfaktor für Akzeptanz und Wirksamkeit.

Fazit

Ein Jahresabschluss im BGM ist mehr als eine Rückschau. Er ist die strategische Grundlage für ein gesundes, erfolgreiches neues Jahr. Wer die Ergebnisse aus Arbeitsschutz, BEM und BGF gemeinsam betrachtet, erkennt Zusammenhänge, vermeidet Doppelarbeit und gestaltet Prävention ganzheitlich.

Mit digitalen Tools, klaren Prozessen und einer offenen Kommunikation gelingt es, aus Daten wertvolle Erkenntnisse und daraus nachhaltige Gesundheitsstrategien zu entwickeln.

So wird der Jahresabschluss im BGM zu einem zentralen Instrument, um Gesundheitsziele messbar zu machen und Strategien kontinuierlich zu verbessern.

Tipp: Nutzen Sie Ihre BGM-Software (‚Protarmo‘) als zentrales Steuerungsinstrument. Es verbindet Aufgabenverwaltung, Gesundheitsdaten, Schulungen und Gefährdungsbeurteilungen u.v.m. zu einem integrierten Managementsystem.

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